Der Unterschied zwischen Cappuccino und Latte Macchiato

Cappuccino und Latte Macchiato, beide Getränke bestehen aus Milch und Espresso.

Dennoch bieten sie jeweils ein anderes Geschmackserlebnis. Hier zeige ich dir den Unterschied in der Zubereitung, dem Mischverhältnis, der Servierart und natürlich der Optik.

Mir ist schon sehr oft aufgefallen, dass viele Menschen den Unterschied zwischen einem Cappuccino und einer Latte Macchiato nicht kennen. Dabei ist es das eigentlich ganz einfach.

Der Unterschied zwischen Cappuccino und Latte Macchiato

Der Unterschied zwischen Cappuccino und Latte Macchiato

Cappuccino ist Espresso und halbflüssiger Milchschaum

Der ursprüngliche Cappuccino, nach italienischer Art, besteht aus circa 25 bis 30 Milliliter Espresso. Dieser wird in eine ungefähr 120 bis 180 Milliliter große Tasse gefüllt und anschließend recht schnell mit einem cremigen aber lediglich halbflüssigen Milchschaum bis zum Rand der Tasse aufgegossen.

Hier erkennst du bereits beim Eingießen, dass sich die sogenannte braune „Crema“ oben am Schaum absetzt, wodurch die typische Optik des Getränks entsteht.

Serviert wird der Cappuccino generell in einer Tasse. Es kann jedoch sein, dass du in einem Café eine etwas andere Variante serviert bekommst. Dann enthält das Getränk zu jeweils gleichen Teilen Espresso, Milch und Milchschaum.

Allerdings wirst Du in der Regel trotzdem den bekannten Geschmack genießen können, da sich die Mengen von Espresso, Milch und Milchschaum nicht oder nur kaum ändern.

Latte Macchiato in drei Schichten

lattemacchiato-glasmithenkel-zuckerDie Latte Macchiato wird dagegen in einem Glas serviert, damit die unterschiedlichen Schichten besonders gut zur Geltung kommen.

Zu dem Getränk erhält man außerdem einen langen Löffel, sodass das Umrühren kein Problem ist.

Außerdem schenkt der Barista zunächst Milch in das Glas und oben darauf einen sehr fest aufgeschäumten Milchschaum.

Da der Milchschaum viel Luft enthält, bleibt er immer die oberste Schicht.

Danach musst du einen einfachen, frisch gebrühten Espresso sehr vorsichtig durch die bereits vorhandene Schaumschicht gießen.

Der Espresso setzt sich hierbei auf Grund seine Wärme zwischen der Milch und dem Milchschaum ab. Dadurch entstehen dann auch die charakteristischen drei Schichten des Latte Macchiato, wie du sie aus dem Café kennst.

Was ist der Unterschied beider Getränke?

Somit kann man einen Cappuccino im Grunde genommen auch als einen „Kaffee mit Milch“ bezeichnen, während die Latte Macchiato vielmehr „Milch mit Kaffee“ ist.

Ich persönlich neige aufgrund dessen auch eher zu einem Latte Macchiato, da hier der Kaffee-Geschmack nicht so stark ausgeprägt ist.

Je nach Röstung der Espressobohnen ist das natürlich reine Geschmackssache.

Sehr schön anzusehen sind auch die drei Schichten, die durch das Glas schimmern.

Latte Macchiato oder Cappuccino

Latte Macchiato oder Cappuccino

Allerdings kann der Cappuccino in puncto Aussehen durchaus mithalten. In die Crema lassen sich wunderbar die verschiedensten Muster erzeugen, wie etwa Blätter, Herzen, Drachen und Tulpen. Die sogenannte „Latte Art“ begeistert mich immer wieder.

Kakaopulver und Zimt beim Cappuccino und Latte Macchiato

Hierzulande gibt es sehr viele Cafés, welche die Crema beim Cappuccino und den Milchschaum beim Latte Macchiato mit Kakaopulver oder Zimt bestreuen beziehungsweise verzieren.

Der Sinn des Ganzen ist Farbe und Aroma aufzupeppen. Allerdings ist mir während eines Italien-Aufenthalts aufgefallen, dass das eigentlich nicht üblich ist.

Vor allem bei der Latte Macchiato, deren oberste Schicht aus Milchschaum besteht, solltest du aufpassen nicht zu viel Kakao zu verwenden. Andernfalls kann der Milchschaum schnell zusammenfallen. Dann erinnert das Heißgetränk mit Kakaopulver eher an heiße Schokolade und weniger an Latte Macchiato.

Und worin der Unterschied von Cappuccino und Latte Macchiato zum Milchkaffee besteht, liest du hier.